Aktuelles

Pastorin Karakulin verläßt Eddelak

Pastorin Karakulin

Echt schade! Nach rund 2 Jahren im Amt verläßt uns unsere Pastorin. Zum 15. Oktober 2019 tritt Anne Karakulin ihre neue Stelle in Hamburg Stellingen an. Der Hauptgrund für dem Umzug nach Hamburg ist die fehlende berufliche Perspektive für ihren Ehemann - das Jobangebot für Altphilologen ist in Eddelak sehr überschaubar, bzw. nicht vorhanden.

Trotz intensiver Bemühungen ist es nicht gelungen das Berufsleben der Eheleute mit der Pastorenstelle in Eddelak zu vereinbaren.

 

In den letzten zwei Jahren hat Frau Karakulin deutliche Spuren im Eddelaker Gemeindeleben hinterlassen - frischer Wind und Frauenpower. In der Gemeinde ist deutlich zu spüren, dass der anstehende Wechsel sehr bedauert wird.

 

Wer sich von unserer Pastorin verabschieden möchte, hat am 6. Oktober um 10Uhr die Möglichkeit dazu. Im Rahmen des Erntedankgottesdienstes wird Probst Chrystall Pastorin Anne Karakulin von Ihren Pflichten und ihrem Amt entbinden.

 

 

Sommerfest 2019

Dolce Vita in Eddelak: Pastorin Karakulin genießt das süße Leben beim Sommerfest

SOMMERFEST 2019

 

Im Leben eines Mannes gibt es einige Termine, die man auf keinen Fall versäumen darf. Zum Beispiel die eigene Hochzeit, die Eröffnung des nächstgelegenen Baumarktes, den 40. Geburtstag der Lieblings-Nachbarin – und natürlich das Sommerfest der Eddelaker Kirchengemeinde und des Kindergartens. Sollten sich erst- und zweitgenannter Termin überschneiden, dürfte dem passionierten Hobbyhandwerker die Entscheidung nicht schwerfallen: Heiraten kann man im Zweifelsfall öfter. Falls allerdings besagter runder Geburtstag und die Sommersause im Pastoratsgarten am gleichen Tag anstehen, fällt die Wahl unendlich schwerer. Dithmarscher Pilsener vom Fass gibt’s bei beiden Anlässen, äußerst lebhafte Kinder toben ebenfalls bei beiden Festivitäten herum. Auf beiden Veranstaltungen lassen sich viele nette Menschen treffen, und auch die Essensfrage wird hier wie dort überaus befriedigend beantwortet. Was bleibt als entscheidendes Auswahlkriterium? Natürlich die An- und Abreisethematik. Nachbarschaftlicher Besuch lässt sich halt (meist) ohne den Einsatz eines Taxis bewältigen.

Und so begab es sich, dass der im vergangenen Jahr erstmalig zum Einsatz gekommene Sommerfest-Chronist bereits ein Jahr später, also am 22. Juni 2019 schwächelte und eben nicht beim Holzklötze-Stapeln, Wikingerschach und Glücksraddrehen dabei war. Um dem geneigten Leser aber trotzdem einen Eindruck vom diesjährigen Sommerfest-Geschehen zu liefern, griff die Redaktion zu einem äußerst cleveren Trick. Konkret: zum Interview. Denn nichts ist spannender, als die direkt „betroffenen“ und aktiven Menschen erzählen zu lassen. Das sind im vorliegenden Fall Katja Döhren (K.D.) und Maike Flindt (M.F.) vom Organisations-Team, die stellvertretend für die zahlreichen Sommerfest-Helfer spannende Hintergrund-Infos liefern. Und natürlich unsere Pastorin Anne Karakulin (A.K.), die als Hausherrin ebenfalls Interessantes zu erzählen weiß. Drei Damen, ein Fragensteller – möge das Interview beginnen.

???: Fangen wir doch mal mit dem Sommerfest-Fazit an – wie war es?

K.D.: Ich fand es sehr schön, es war richtig viel los. Das Wetter spielte im Unterschied zu manchen Vorjahren von Anfang bis Ende mit – Sonne nonstop. Wir bekamen viele neue Anregungen und Ideen, und ich freue mich schon jetzt auf das Sommerfest im nächsten Jahr.

M.F.: Mich hat ganz besonders gefreut, dass die junge Generation richtig aktiv und mit sehr viel Spaß als Helfer dabei war, so zum Beispiel beim Kuchenverkauf. Das lässt für die Zukunft hoffen.

A.K.: Es war ein sehr lebendiges Sommerfest, ich habe viele lachende Gesichter gesehen, darunter viele Senioren. Die Leute merken bei solchen Anlässen, dass hier was los ist, dass Eddelak kein Schlafdorf ist.

 

???: Wie gerät man ins Orga-Team des Sommerfestes?

K.D.: Bei mir hat es damit angefangen, dass ich in der Bude vom Förderverein des Kindergartens Pommes und Waffeln verkauft habe. Und als die Kinder dann aus dem Alter raus waren, wurde ich gleich gefragt „Willst du nicht weitermachen?“ – und schon war ich „eingekauft“.

M.F.: Bei mir lief das ähnlich wie bei Katja. Über die Kinder bin ich als Helferin dazugekommen, und als sich vor rund zwei Jahren ein Generationswechsel im Orga-Team abzeichnete, wurde ich auf dem Weihnachtsmarkt gefragt, ob ich nicht noch intensiver mitmachen möchte.

 

???: Wie viele Menschen sind in die Organisation des Sommerfestes eingebunden?

K.D.: Wenn es nicht nur um das Aufbauen der Buden und der Technik sowie um das Betreuen der Stände geht, sondern zum Beispiel auch um Kuchen- und Salatspenden, kommen da schon 25 bis 30 Personen zusammen.

 

???: Wie sieht der zeitliche Ablauf bei der Planung und Organisation aus?

K.D.: Der Kindergarten versucht zum Beispiel jetzt schon fürs nächste Jahr eine Hüpfburg zu organisieren – für die größeren Aktionen müssen wir da eine ganze Menge recht frühzeitig klären. Dann gibt es zwei Vorbereitungstreffen im April und Mai, und die eigentliche Arbeit vor Ort läuft dann natürlich rund ums Sommerfest-Wochenende nahezu ohne Pause von Donnerstag bis Sonntag.

 

???: Das Motto des diesjährigen Festes lautete „Lass deine Träume fliegen“. Wie kam es zustande?

K.D.: Über die Idee, die früher so beliebten Luftballon-Weitflugwettbewerbe wieder aufzugreifen haben wir im Orga-Team beim Maifeuer geklönt und etwas „rumgesponnen“. Und so kam beim ersten Vorbereitungstreffen das Motto zustande. Und daraus ist dann die Aktion geworden, bei der die Kinder ihre Wünsche auf Kärtchen notierten, sie an einem Luftballon befestigten und steigen ließen

 

???: Welche Aktionen sind besonders gefragt, wo gab es Änderungen?

M.F.: Wir haben bei den Aktivitäten für Kinder einige schon früher sehr beliebte Sachen wieder ins Programm genommen, wie zum Beispiel das Kinderschminken, das es im letzten Jahr durch die Fußball-WM in abgewandelter Form gab. Neu hinzu gekommen ist das Entenangeln, und der seit einigen Jahren beliebte Kinderflohmarkt war natürlich wieder dabei.

 

???: Warum fehlte diesmal das beliebte Kistenstapeln?

K.D.: Das ging diesmal u. a. aus Versicherungsgründen in der bekannten Form leider nicht mehr, und uns stand auch die Drehleiter nicht zur Verfügung. Außerdem benötigt die Aktion auch sehr viele Helfer – und die Leute haben wir einfach nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass die Aktion ziemlich viel Platz braucht, der uns langsam ausgeht, da auch immer mehr andere Aktivitäten angeboten werden. Aber das Thema Kistenstapeln ist nicht vergessen, da es ganz sicher zu den – im wahrsten Sinne des Wortes – Höhepunkten vieler Sommerfeste gehörte. Vielleicht finden wir dafür zukünftig eine Lösung, die sich umsetzen lässt.

 

???: Welche organisatorischen Schwierigkeiten waren zu bewältigen?

M.F.: Wir haben es mit immer mehr Auflagen zu tun, zum Beispiel im Bereich Haftungsfragen. Und so bleiben dann Sachen wie die Kutschfahrten auf der Strecke. Da ist es dann auch nicht damit getan, dass man ein Schild „Auf eigene Gefahr“ danebenstellt, sondern für viele Aktionen benötigen wir dauerhaft Helfer, die aufpassen – und die haben wir leider nicht immer in ausreichender Zahl. Beim Aufbau hatten wir dieses Jahr genügend Aktive, das klappte wunderschön. Aber wenn ich mich ans letzte Jahr erinnere – das war wirklich knapp!

K.D.: Am eigentlichen Sommerfest-Tag war es auch diesmal oft so, dass unsere Helfer von Schicht zu Schicht hüpfen mussten. Da kamen dann teilweise drei Zwei-Stunden-Schichten hintereinander zusammen, und es blieb keine Zeit für die Helfer, das Fest selbst mal etwas zu genießen und zum Beispiel bei den Spielen einfach mal zuzugucken. Und auch beim Abbau am Sonntag wären noch ein paar mehr zupackende Hände sehr schön gewesen.

 

???: Salatbar und Kuchen-Buffet – wie lief es in diesem Jahr?

M.F.: Es lief perfekt und war eine Punktlandung. Es ist so gut wie nichts übergeblieben.

 

???: Welche sind die größten Baustellen für kommende Sommerfeste?

M.F.: Uns ist aufgefallen, dass gegen 17 Uhr die Besucher oft nur mitbekommen, dass dann wie wild umgebaut und eingeräumt wird und ein anschließendes Programm für zum Beispiel die ältere Generation noch etwas fehlt. Es soll ja ein Fest für die ganze Gemeinde sein und nicht nur ein Kinderfest. Aber da haben wir dann natürlich wieder das Problem, dass wir einige Aktionen gar nicht anbieten können, weil wir einfach zu wenige Helfer sind.

K.D.: Maike hat es schon auf den Punkt gebracht – wir müssen uns etwas fürs Abendprogramm einfallen lassen, damit dann die Erwachsenen dableiben oder wiederkommen. Vielleicht wollen wir daher schon im nächsten Jahr das Karaoke wiederaufleben lassen. Oder aber, dass abends am Feuer gemeinsam gesungen werden kann. Marlene Tiessen hatte das ja schon mal gemacht, ich fand das total toll, und es wurde sehr gut angenommen. Das sollten wir ruhig nochmal ausprobieren. Und dann sollten wir uns darum bemühen, dass die bereits bestehenden Aktivitäten etwas besser angekündigt und moderiert werden, das wäre zum Beispiel in diesem Jahr das Tauziehen gewesen. Aber dabei gilt: Alles eine Frage der Helferzahl…

 

???: Welche Ambitionen gibt es, andere Eddelaker Vereine und Organisationen aktiv beim Sommerfest einzubinden?

K.D.: Wir haben in den letzten Jahren schon bei den Vorsitzenden der Vereine angefragt, ob sie nicht Lust hätten, ihren Verein beim Sommerfest zu präsentieren. Die Resonanz lautete dann aber meist „Das lohnt sich nicht“, was aber vielleicht auch mit der wohl überall etwas angespannten Helfer-Lage zusammenhängen mag. Aber die Jugendfeuerwehr unterstützt uns bereits aktiv, indem sie ihr Zelt aufbaut und uns zur Verfügung stellt. Wenn dann vielleicht noch zukünftig ein großes rotes Auto mit Blaulicht und echten Feuerwehrleuten dabei sein könnte, wären ganz sicher nicht nur die Kinder begeistert.

A.K.: Ich fände es auch gut, wenn noch mehr Vereine aus dem Ort mitmachen würden. Es ist ja prima, wenn alle sagen „Das Sommerfest ist schön für unser Dorf“, aber wenn keiner mehr mitmachen und anfassen will und alle trauern den alten Zeiten hinterher, als alles rosarot und golden war, dann können wir uns irgendwann darauf beschränken, uns im Sommer zu treffen, im Kreis zu sitzen und gemeinsam daran zu denken, wie schön das Sommerfest früher doch war. Ich habe die Sorge, dass diejenigen, die im Dorf ohnehin schon überall helfen und organisieren, irgendwann verschlissen sind und sich gar nicht mehr am Fest freuen können, weil sie die ganze Zeit am Salatbuffet, in der Küche, am Grill oder sonstwo wirbeln. Es wäre viel einfacher, wenn noch mehr Leute aktiv mitmachen und sich verantwortlich fühlen würden – dann könnten noch mehr Leute dieses schöne Sommerfest genießen.

 

???: Wie ist das Sommerfest aus „rein kirchlicher Sicht“ gelaufen?

A.K.: Die Andacht am Samstagnachmittag hätte besser besucht sein können. Den zum Sommerfest-Thema passenden Gottesdienst am Sonntagmorgen fand ich sehr schön und mit rund 50 Besuchern ordentlich besucht. Das ist immer eine ganz eigene Atmosphäre, unterm Zelt, ein wenig dem Wetter ausgesetzt. Und es ist auch eine etwas andere Art von Gottesdienst-Gemeinde, man sitzt eben nicht in der gleichen Bankreihe wie immer, und das Durchschnittalter liegt deutlich niedriger.

K.D.: Bei der Andacht hatten wir rund 35 bis 40 Besucher, davon rund 15 Aufbau-Helfer. Ich finde das eigentlich ganz gut – das sind mehr als bei manchem Gottesdienst.

 

???: Was wünscht sich das Orga-Team für die Zukunft?

M.F.: Dass es nicht immer nur die gleichen Leute sind, die beim Sommerfest nonstop die ganze Arbeit haben und dass der Übergang zwischen den Helfern und Feiernden zukünftig etwas fließender ist. Wenn wir die Arbeit auf noch mehr Schultern verteilen könnten, wäre das für alle ein Gewinn.

K.D.: Genau das wäre auch mein Träumchen, dass wir die Arbeit einfach noch besser aufteilen können, damit nicht jeder Helfer von Anfang bis Ende nonstop eingespannt ist. Und auch wenn im Orga-Team und bei den Helfern viele jüngere Menschen mitmachen, spricht überhaupt nichts dagegen, dass uns auch noch mehr Senioren aktiv unterstützen. Ganz im Gegenteil.

 

???: Welchen Termin sollten wir uns schon mal fürs Sommerfest 2020 vormerken?

K.D.: Den 13. Juni 2020.

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