Aktuelles

Gemeindeversammlung 2019

v.l.: Susanne Ladwig, Ralf Pisarski, Ernst Schwark, Pastorin Anne Karakulin, Bürgermeister Hauke Oeser

SODOM UND GOMORRA?

Eine Pastorin lässt ihre Gemeinde sitzen, um sich neu einzukleiden. Ein Bürgermeister bringt Senioren zum Weinen. Und das ganze Geschehen wird inmitten eines Gotteshauses mit Sekt begossen. Sodom und Gomorra? Nein, Neujahrsempfang in der Eddelaker St. Marienkirche!

Doch der Reihe nach: Am letzten Januar-Sonntag stand der gemeinsame Neujahrsempfang für die kirchliche und auch politische Eddelaker Gemeinde auf dem Programm – eine schöne Tradition seit nunmehr zehn Jahren. In der gut besuchten St. Marienkirche nahm Pastorin Anne Karakulin in ihrer Predigt Bezug zu den Themen „Gemeinde“ im Allgemeinen und „Menschenfischer“ im Besonderen – das Gleichnis vom wunderbaren Fischfang des Petrus am See Genezareth bot dafür eine perfekte Vorlage. Den Abschluss des kirchlichen Teils der Gemeindeversammlung bildete dann der 2018er-Jahresbericht unserer Pastorin. Daraus kurz und knapp ein wenig Statistik: 1926 Gemeindemitglieder, 17 Austritte, 12 Taufen, 4 Trauungen, 16 Trauerfeiern, 24 Konfirmanden, 63 Gottesdienste und ein überschaubarer vierstelliger Euro-Betrag als Jahresüberschuss von 2017.

Um „Menschenfischer“ ging es dann auch im zweiten, dem weltlichen/politischen Teil der Gemeindeversammlung, zu dem sich Anne Karakulin in bester Helene-Fischer-Manier hinter den Kulissen in Rekordzeit vom Talar ins Sonntags-Zivil umkleidete. Nicht ohne zuvor die Gemeinde um ein wenig Geduld zu bitten und sie im wahrsten Sinne des Wortes für einen kurzen Moment sitzen zu lassen. Das Mikrofon übernahmen nun im Wechsel Susanne Ladwig und Eddelaks Bürgermeister Hauke Oeser, die zwei ganz besondere „Menschenfischer“ anlässlich der Bürgerehrung auszeichnen durften: Ralf Pisarski (Jahrgang 1970) wurde für sein Engagement im TSV Eddelak geehrt und Ernst Schwark (Jahrgang 1940) für seine langjährige ehrenamtliche Arbeit im Sozialverband und der Eddelaker Liedertafel sowie als „Postbote“ der Kirchengemeinde. Zwei Exemplare der legendären Eddelak-Becher, zwei Gutscheine und natürlich zwei Urkunden wechselten die Besitzer, und zwei Geehrte verdrückten sichtlich gerührt ein paar Tränlein.

Im dritten Teil des Neujahrsempfangs war dann wieder die gesamte Gemeinde gefragt: Es galt, die von der bewährten Helfer-Crew gezauberten Schnittchen und Häppchen (Ganz vielen Dank dafür, es war lecker!) zu verdrücken und mit dem von der (politischen) Gemeinde spendierten Prickelwasser auf die Geehrten und das neue Jahr anzustoßen. Dazu gab’s jede Menge Klönschnack und die Erkenntnis, dass ein alter Beton-Werbespruch auch prima fürs menschliche Zusammenleben gilt: „Gemeinde – es kommt darauf an, was man daraus macht!“

 

(Ein Bericht von Klaus Herder)

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