Nachwort

Dreifach ist der Schritt der Zeit,
zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
Pfeilschnell ist das Jetzt entschwunden,
ewig still steht die Vergangenheit.

(Friedrich von Schiller)

 

In der vorliegenden Arbeit habe ich versucht, mir bekannte Ereignisse aus der Ortskirchengeschichte zusammenzustellen. Mitunter habe ich Schlußfolgerungen ziehen müssen, mit denen sie vielleicht nicht immer einverstanden sein werden. Trotzdem hoffe ich, sie zum Nachdenken über unsere vielfältige freudevolle und notvolle Vergangenheit angeregt zu haben und daraus den Mut zu fassen, der Zukunft freudig und ruhig entgegenzusehen. Während ich dies schreibe, weht draußen ein kühler Wind und es klatscht der Regen gegen die Fenster. Mit einem Gedicht, das so sehr zuversichtlich ist, möchte ich schließen.

 

Rainer Maria Rilke

Herbst

 

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten,
sie fallen mit verneinender Gebärde-,
und in Nächten fällt die schwerde Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir allen fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

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