Kirchliche Aktivitäten in den 90er Jahren

Am 1. April 1982 nahm Pastor Külls in Eddelak seinen Dienst auf, mit ihm und weiteren neu ausgebildeten Pastoren, endet die Zeit der vielen hiesigen Vakanzen, so daß er sich in die Lage versetzt sah, das kirchliche Leben wesentlich zu beleben.

 

Am 19. April begann schon der erste Marienkreis. Der Name war von Frau Altenburg ausgesucht, mit ihm sollte ausgedrückt werden, daß es ein monatlich gemütliches Beisammensein von Gemeindegliedern der Marienkirche Eddelak sein sollte. Zu den Aktivitäten gehörte nach zögernden Anfängen auch der einmal jährlich stattfindende Gemeindeausflug, wobei für Marienkreismitglieder ein Zuschuß aus der Kaffeekasse gezahlt wurde, die diese ja selbst angespart hatten. Weitere Vorstandmitglieder sind Frau Götzke, Frau Nickels, Frau Schmidtke, Frau Zornig und Frau Scholl.

 

Am 1. August des Jahres 1982 fand ein Kinderfest im Pastoratsgarten statt. Aus dessen Überschuß wurde Spielzeug für eine auf privater Basis ab 1983 betriebene Spielstube beschafft.

 

Ab 3. August gab es wieder, wie alle drei Jahre, eine goldene Konfirmation.

Am 11. September feierten wir das erste Sommerfest im Pastoratsgarten. Diese Feste, sowie die Ausflüge, die von da an jährlich stattfanden, trugen wesentlich zur Belebung der Gemeindearbeit bei.

 

Am 4. Oktober erfolgte der erste öffentliche Auftritt des neu gegründeten Posaunenchores unter der Leitung von Herrn Sörensen, für den der Kirchenvorstand bereits Gelder für eigene Instrumente bewilligt hatte, die neben geliehenen den ersten Grundstock bildeten.

Am 23. Januar 1983 erklang die neue "Lobe-Glocke" zum ersten mal zum Gottesdienst. Ihre Beschaffung hatte der Kirchenvorstand schon während der letzten Vakanzzeit beschlossen. Im Januar begann die erste ehrenamtlich von Frau Szymkowiak und Frau Baron geleitete Spielstube. Sie war offensichtlich nicht genügend vorbereitet und endete schon im selben Jahr. Die Nachfolgespielstube, die mit ausgebildeter Leitung unter finanzieller Beteiligung der Gemeinden Averlak, Dingen und Eddelak und mit Mitteln der Eltern finanziert wurde, begann am 1. April 1984. Sie wird jetzt so stark beansprucht, daß trotz Ausweitung auf jetzt 2,5 Gruppen (die dritte Gruppe kommt nur für einen Wochentag, statt sonst für zwei) eine große Warteliste entstanden ist. Zur Zeit überlegt die Kirchengemeinde neben den schon genannten politischen Gemeinden nach dem Denkanstoß von Herrn Pastor Petrowski, ob, wie und wann ein Kindergarten eingerichtet werden kann. Geleitet wurde die Spielstube von Frau Kramp, Frau Piehl und Frau Schütt, zu denen sich jetzt Frau Bäthke-Kröger gesellt hat, nachdem Frau Piehl wegen ihrer Rückkehr in den früheren Beruf ausscheiden mußte. Mittlerweile wird von der Kirchengemeinde sogar eine Krabbelstube für Kleinkinder von Frau Peters aus St. Michaelisdonn geleitet, die an zwei Nachmittagen in der Woche angeboten wird.

 

Am 12. August 1983 wurde der Zwischenbau zwischen Pastorat und Garage gerichtet, der am 3. Advent, dem Kirchweihtag, von Bischof Stoll aus Schleswig eingeweiht wurde.

 

1984 stiftete Pastor Wegner für Eddelak eine neue Taufschale, der sich später noch eine ebenfalls von ihm gestiftete Taufkanne hinzugesellte.

Am 23. Oktober 1984 beschloß der Kirchenvorstand auf dem Friedhof ein anonymes Urnenfeld einzurichten.

Am 3. März 1985 nahm die neue Organistin Frau Ute Bühler aus Brunsbüttel. ihren Dienst in Eddelak auf, zu dem sich bald die Gründung eines kleinen aber stimmstarken Kirchenchores gesellte. Leider war diesem hoffnungsvollen Anfang auch keine sehr lange Dauer beschieden.

Die für die Vorbereitung auf das Kirchenjubiläum 1990 vorgesehene große Kirchenrenovierung begann erstaunlicherweise schon im Winter 1987, da zu der Zeit die Landeskirche ein Programm zur Förderung der Winterarbeit auflegte, aus der wir für unser schon genehmigtes Vorhaben einen Zuschuß von 100.000 DM erhielten. Die erforderlichen Maßnahmen waren vielfältig. Zunächst mußten Orgel und Altar staubdicht verpackt werden, was leider nur teilweise gelang. Dann wurden alle Bänke herausgenommen, durchtrennt und verkürzt, um so einen Mittelgang auf den Altar hin zu erhalten. Dann mußte an mehreren Stellen der Plattenfußboden aufgestemmt werden, um stärkere Sockel für die wieder einzubauenden Emporenpfeiler schaffen zu können. Dann wurde die alten Emporentreppe links ausgebaut und durch eine neue ersetzt, zu der sich als Gegenstück rechts eine ebensolche gesellte. Große Mengen ausgeblühten Putzes mußten von den Wänden abgeschlagen und mit Salpeterbindemitteln versehen, neu aufgetragen werden. Gleichzeitig entstand ein riesiges Gerüst unter dem Tonnendach, wodurch es den Malern möglich wurde, die Fugen zwischen den Gewölbebrettern mit einer Kautschukmasse auszuspritzen und das Gewölbe neu zu streichen. Zusätzlich kamen dann zwei neue Kronleuchter sowie eine größere Anzahl von Wandstrahlern der Firma Beliaeff (Nordfriesische Metallkunst Husum) in die Kirche und setzten seitdem mit ihrem warmen, wenn auch nicht so hellen Licht, diese in eine kerzenartige Beleuchtung. Ferner mußte auch das gesamte Kirchenschiff neu geweißt werden und die Altarfiguren erhielten ihre früheren Utensilien wie Marterwerkzeug und Siegesfahne wieder.

 

Bedenkt man diese Arbeitsfülle, so ist es schon erstaunlich, daß das gesamte Vorhaben in einem Vierteljahr abgeschlossen werden konnte und die Kirche schon zu Ostern 1987 im neuen Glanz eingeweiht werden konnte. Um der Gefahr zu entgehen, einen der Handwerker zu vergessen, möchte ich nur den Architekten Herrn Niehus aus Heide gebührend hervorheben, im übrigen aber allen beteiligten Handwerkern herzlich danken. Zu erwähnen ist noch die Freilegung einer Inschrift vor der Orgelempore, aus der hervorgeht, daß die Orgel am 5. Juni 1763 eingeweiht wurde.

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